Spurensuche im Himmelmoor: NS-Zwangsarbeit im Torfabbau
VHS Workshop Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus
Das Himmelmoor am Rand von Quickborn ist heute ein beliebtes Naturparadies. Doch hinter der idyllischen Kulisse verbirgt sich eine düstere Geschichte: Der Torfabbau war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine körperlich extrem belastende Tätigkeit, die von Zwang und Ausbeutung geprägt war.
In diesem Workshop verlassen wir den Kursraum und begeben uns auf eine historische Spurensuche direkt vor Ort: Wer waren die Menschen, die hier unter härtesten Bedingungen Torf stechen mussten?
Dieser Workshop beleuchtet die Geschichte der Zwangsarbeit im Himmelmoor mit einem Schwerpunkt auf den Jahren des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum stehen die Schicksale französisch-jüdischer sowie sowjetischer Kriegsgefangener, die hier zur Arbeit im Moor gezwungen wurden.
Wir werfen zudem einen Blick auf die Situation von Justizgefangenen, deren Einsatz in der Torfgewinnung eine lange Tradition hatte und bis in die 1980er Jahre anhielt.
Anhand von historischen Quellen rekonstruieren wir das Leben der Gefangenen vor Ort. Bei einem gemeinsamen Rundgang nehmen wir zudem die historischen Gebäude und das Gelände unter die Lupe: Was erzählen uns die baulichen Überreste heute noch über den Alltag der Gefangenen?
Gemeinsam diskutieren wir: Wie gehen wir heute mit der Geschichte dieses Ortes um, der uns nun als Erholungsraum dient?
Adresse:
Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus, Himmelmoorstraße 6, 25451 Quickborn.
Hinweis:
Nicht barrierefrei, bei Fragen wenden Sie sich bitte an bildung@henri-goldstein-haus.de. Bitte achten Sie zudem auf wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. Eigene Dokumente oder Fragen zur Familiengeschichte sind herzlich willkommen.
Gebühr:
Kostenlos
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- Kursnummer: 11201-C1
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Start:Do. 27.08.2026
10:00 UhrEnde:Do. 27.08.2026
12:00 Uhr -
Dozent*in:
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Veranstaltungsort: